Ausflug der Klasse L 5 zur Burgruine Hilgartsberg

Die Klasse L5 unternahm einen Unterrichtsgang zur Burgruine Hilgartsberg, Die Kinder führen mit Ihrer Klassenlehrerin gerade ein kreatives Schreibprojekt durch. Dieses Schreibprojekt heißt „Die Eroberung der Burg Zinnenfels“ und spielt in einer mittelalterlichen Welt. Da viele Kinder noch nie auf einer Burg oder in einer Burgruine waren, erhielten die Schüler jetzt Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen.

Die Kinder hören Herrn Baumgartner aufmerksam zu.

Schon die Brücke, die früher über einen Burggraben mit Wasser führte, war interessant. Die Kinder staunten über die hohen Burgmauern im sog. Zwinger. Der Kreisarchäologe Herr Baumgartner erzählte den Kindern von der wechselvollen Geschichte der Burg, die viele verschiedene Eigentümer hatte. Im Jahr 1742 wurde die Burg dann endgültig zerstört und ist jetzt die Ruine, die man heute noch sehen kann. Im Krieg wurde leider auch der achteckige 60 Meter hohe Bergfried zerstört. Herr Baumgartner berichtete, dass er mit seinen Kollegen tief in das Fundament des Bergfrieds gegraben hatte und auf Kellergewölbe gestoßen war. Leider fehlte das Geld alles freizulegen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Von der Burg hatte man eine weite Aussicht. Das Hochwasser war gut zu beobachten.

Die Kinder konnten von einer erhöhten Plattform die Aussicht auf die Donau bestaunen und von oben die Ausmaße des Hochwassers sehen. Anschließend besuchten sie das Gewölbe, in dem sich der Kerker befindet. Das Loch reicht tief in die Erde und war früher vollkommen finster. Die Gefangenen mussten über hölzerne Leitern hineinklettern. Viele sind wohl hier verhungert, obwohl Herr Baumgartner sagte, dass sie erstaunlicherweise keine Menschenknochen in der Burg gefunden hätten.

Dieses schwarze Loch in der Mauer ist das einzige Teilstück, das noch vom Geheimgang erhalten ist.

Im Burgmuseum präsentierte uns Herr Baumgartner allerlei Fundstücke aus verschiedenen Zeitepochen, die er selbst mit anderen zusammen oder allein ausgegraben hat. Alltagsgegenstände wie Knöpfe oder Gewandfibeln waren ebenso darunter wie Münzen aus der Römerzeit oder grünlich angelaufene Bronzewaffen. Die ältesten Funde stammen sogar aus der Steinzeit.

Nachdem sich die Klasse bei Herrn Baumgartner für die interessante Führung bedankt hatte, durften die Kinder als Höhepunkt durch den Gewölbeteil gehen, der früher wohl zum alten Geheimgang der Burg gehörte.

Die Klasse L5 vor dem Haupteingang der Burg auf der früheren Zugbrücke.

Beim Eingang vor der Burgruine wurde noch ein Klassenfoto gemacht. Anschließend fuhr die L5 bereichert mit vielen neuen Eindrücken wieder nach Hause.

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